WSOP 2012: Gute Ergebnisse, aber noch kein Bracelet für das Team PokerStars

ps_news_thn.jpgDie bisherigen Ergebnisse für das Team PokerStars Pro bei der diesjährigen World Series of Poker können sich durchaus sehen lassen, mit Daniel Negreanu, Bertrand ElkY Grospellier, Barry Greenstein, George Danzer, Vanessa Selbst und Joe Cada haben bereits sechs Teammitglieder Finaltische gespielt und teilweise hohe sechsstellige Preisgelder abgeräumt.

Für jeden Hobby-Spieler geht sicherlich allein mit dem Erreichen eines Finaltisches bei der WSOP schon ein Traum in Erfüllung. Bestes Beispiel ist die bis vor wenigen Tagen in der Pokerszene völlig unbekannte Kölnerin Anke Berner, die einen sensationellen siebten Rang für $59.478 Preisgeld beim $1.000 NLHE Massenevent (2.949 Teilnehmer) belegte. Doch für die meisten Profis zählt am Ende nur das Bracelet, sodass sich die Freude bei den oben genannten Spielern in Grenzen hält.

Nach Platz vier beim $1.500 NLHE (Event #2) ergab sich für Vanessa Selbst in der vergangenen Nacht die nächste Möglichkeit nach dem goldenen Armband zu greifen. 26 Pokerspieler hatten den finalen dritten Spieltag beim $2.500 NLHE (Event #46) erreicht, die US-Amerikanerin startete auf Rang vier in die Entscheidung und zählte damit zu den Top-Favoriten auf den Sieg - doch es kam alles ganz anders.

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Vanessa Selbst


Vanessa hatte Chipleader Joey Weissman zu ihrer rechten sitzen, der ihr von Beginn an große Probleme bereitete und schnell ein Drittel des Stacks abnahm. Noch im ersten Level des Tages (22: 6.000/12.000/2.000) kam es zum nächsten Duell: Weissman hatte den Pot für 24.000 vom Button eröffnet, Vanessa machte die 3-Bet aus dem Small Blind auf 68.000, es folgte die 4-Bet, das All-in von Vanessa für über 600.000 Chips und der schnelle Call des Chipleaders. Mit 2♦2♣ war die Ausgangsposition gegen Q♥Q♠ katastrophal, der A♠Q♦8♥-Flop verschlimmerte die Situation und nach der 8♦ am Turn war Vanessa bereits drawing-dead.

Somit stand ein enttäuschender 24. Platz für $20.327 zu Buche, den Vanessa per twitter wie folgt kommentierte: Marginal spot but if I didn't play back he could open 100% all day and that's not cool! Anyway GL to all still in.


Joey Weissman wusste die Chips zu nutzen, bezwang im Heads-up auch Jeremy Quehen und gewann sein erstes WSOP-Bracelet sowie $694.609 Prämie.

Alles andere als glücklich wird auch Team Viktor Blom über die vergangene Nacht sein. Der Heads-Up-Spezialist führte das Feld der letzten 26 Spieler bei der $50.000 Poker Players Championship (8-Game/108 Teilnehmer) als Chipleader mit 1.262.000 in den vierten und vorletzten Turniertag. Bei noch 18 Spielern (16 Plätze bezahlt) hatte Blom die Führung zwar eingebüßt, doch mit 989.000 Chips war noch alles drin für den Schweden.

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Viktor Blom


Als die bezahlten Plätze dann erreicht waren, blieben ihm aber nur noch 353.000. In einer Omaha Hi-Lo-Hand gegen Andy Bloch konnte er noch einmal auf 610.000 Chips ausbauen, doch letztlich nahm ihn ausgerechnet sein Kumpel Luke Schwartz im Stud Hi-Lo vom Tisch, sodass Blom sich mit Platz 14 für $105.235 begnügen musste.

Als Chipleader wird Michael Mizrachi, der diesen prestigeträchtigen Event bereits 2010 gewinnen konnte, in das Finale der letzten acht gehen. Die Gegner im Kampf um das Armband und $1.451.527 heißen unter anderem Andy Bloch, Chris Klodnicki, Stephen Chidwick, Luke Schwartz und Bill Chen.

Die nächste Chance auf ein WSOP-Bracelet für das Team PokerStars Pro lässt auch nicht lange auf sich warten. Chad Brown und Jonathan Duhamel haben den Finaltag beim $3.000 Limit Hold'em erreicht. 20 der insgesamt 247 Starter sind noch übrig, vorn liegt der Niederländer Paul Berende mit 331.500 Chips. Brown lauert mit 112.500 auf Rang sieben, Duhamel mit 86.300 auf Rang zwölf. Auf den Champion warten hier $165.205 Preisgeld.

Team PokerStars Pro Moneylist:

1. Joe Cada: $415.344
2. Vanessa Selbst: $202.346
3. George Danzer: $140.825
4. Barry Greenstein: $124.257
5. Bertrand ElkY Grospellier: $112.156

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