WSOP 2012: Daniel Negreanu präsentiert sich in glänzender Verfassung

ps_news_thn.jpgDie 43. World Series of Poker in Las Vegas lässt sich gut an für das Team PokerStars Pro. Nach Vanessa Selbst, die im ersten Massenturnier gleich einen starken vierten Platz für $161.000 Preisgeld hingelegt hatte, nahm in der vergangenen Nacht Daniel KidPoker Negreanu in der ESPN-Arena Platz. Das Finale beim $1.500 Pot-Limit Hold'em (Event #5) stand auf dem Programmplan und der Kanadier machte Jagd auf sein fünftes WSOP-Bracelet.

639 Pokerspieler sorgten für einen Preispool in Höhe von $862.650, 72 Plätze wurden bezahlt und für den kommenden Champion waren $189.818 Prämie reserviert. Nach Spieltag eins war das Feld bereits auf 71 Spieler reduziert, der deutsche Philipp Salewski führte vor Antonio Esfandiari und Bryan Pellegrino, Negreanu lauerte auf Rang acht. Esfandiari (44.) und Salewski (27.) ging an Tag zwei dann aber die Puste aus, auch für bekannte Pros wie Clayton Mozdzen (23.), John Juanda (18.), Nam Le (16.) und James Mackey (11.) reichte es nicht ganz bis an den Finaltisch der letzten neun Spieler.

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Daniel Negreanu


Dort nahmen neben Pellegrino und Negreanu unter anderem auch der Brite John Eames sowie die beiden Las Vegas Pros Tommy Vedes und Jonathan Aguiar Platz. Die Blinds starteten bei 8.000/16.000 (Level 21), sodass gleich sieben Spieler mit weniger als 20 Big Blinds zurechtkommen mussten, lediglich Chipleader Pellegrino (790.000) und Aguiar (552.000) hatten deutlich mehr Munition zur Verfügung.

Dementsprechend ging es gleich richtig zur Sache, Eames verdoppelte seine 180.000 Chips gegen Pellegrino, Mike Allis seine 62.000 gegen Tommy Vedes, der seinen Stack zuvor aber schon auf 600.000 ausgebaut hatte. Negreanu hielt zu Beginn von Level 22 (Blinds: 10.000/20.000) nur noch 170.000 Chips, verdoppelte aber im Blindbattle gegen Eames mit 6♠6♣ vs. 2♠2♦ und baute seinen Stack wenig später ohne Shwodown gegen Vedes auf 490.000 aus.

Erst danach folgten die ersten Bustouts. Neben Keanu Tabali (9.) und Brant Hale (7.) erwischte es auch Eames (8.), der mit A♦6♣ gegen A♠A♥ von Nick Jivkov den Kürzeren zog. Für Jivkov war es der Startschuss für einen unaufhaltsamen Endspurt. In Level 23 (12.000/24.000) räumte er zunächst Mike Allis (6.) aus dem Weg, keine zehn Minuten später war Negreanu mit A♦Q♠ vs. A♣J♥ von Jivkov All-in.

Jivkov hatte die 3-Bet auf 112.000 gespielt, Negreanu per 4-Bet seine 181.000 All-in gestellt. Der T♠Q♣9♥-Flop gab Negreanu zwar Toppair, Jivkov aber auch einige Outs mit dem Openender zur Straight. Am Turn fiel die harmlose 2♥, doch der K♣ am River materialisierte die Straight für Jivkov, Negreanu musste mit Platz fünf für $41.683 vorlieb nehmen.

Jivkov war nicht mehr zu halten, schaltete auch Vedes (4.) und Aguiar aus (3.) und führte heads-up gegen Pellegrino mit 2,1 Millionen zu 760.000 Chips. Pellegrino wehrte sich über einen Level lang, kam aber nie richtig ran, und letztlich gewann Jivkov sein erstes Bracelet sowie $189.818 mit T♥T♣ vs. J♥9♠ auf einem Q♥K♠8♠7♣2♣-Board.

Negreanu war zu diesem Zeitpunkt längst beim nächsten Turnier zugange, denn es reichte noch für die Late-Registration zu Event #8 - $1.500 Omaha Hi-Lo. Dort waren 967 Spieler an den Start gegangen (Preispool $1.305.450, 117 Plätze bezahlt), Negreanu überlebte zusammen mit 219 weiteren Teilnehmern Tag eins und hat sich mit Rang fünf (45.000 Chips) erneut eine tolle Ausgangsposition geschaffen. Aus deutscher Sicht dürfen sich Grzegorz Derkowski (30.800), Jürgen Schäfer (12.100) und Marc Gork (10.200) noch Hoffnungen machen.

Noch besser lief es für das Team PokerStars Pro aber beim $1.500 Seven Card Stud. Dort wurde in der vergangenen Nacht bereits Tag zwei gespielt, mit Barry Greenstein und David Williams haben gleich zwei PokerStars-Spieler den Finaltisch der letzten neun erreicht. Williams wird heute Abend mit 493.500 Chips als Führender auf Bracelet-Jagd gehen, Greenstein liegt mit 254.000 Chips auf Rang drei, knapp hinter Andy Bloch mit 296.500.

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Barry Greenstein


Williams gewann sein erstes und bisher einziges WSOP-Bracelet 2006 ebenfalls im Seven Card Stud. Insgesamt ist es der fünfte Finaltisch für den Texaner, wobei Rang zwei beim Main Event 2004 mit $3,5 Millionen das mit Abstand größte Preisgeld brachte. Barry Greenstein nennt bereits drei Bracelets sein Eigen, das letzte datiert aus dem Jahre 2008 in der Stud-Variante Razz.

Insgesamt 367 Pokerspieler sorgten bei diesem Turnier für einen Preispool in Höhe von $495.450, der Sieger darf sich auf $126.363 Preisgeld freuen. Mit Matthias Kurtz schaffte es zumindest ein Deutscher in die bezahlten 40 Plätze, Rang 28 brachte dem Berliner immerhin $3.200 ein.

Und wenn euch das WSOP-Fieber gepackt hat, dann habt ihr online bei PokerStars die Möglichkeit einen Main Event Passport im Wert von $13.000 zu erspielen. Das erste Finale geht am Sonntagabend (20:30 Uhr, ID: 565790380) über die Bühne, aber natürlich bietet PokerStars auch in den kommenden Wochen reichlich Chancen einen der begehrten Passports abzustauben.

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