PCA 2009: Benny Spindler ist Millionär!

 
Die Finalisten kurz vor dem Start

Der Finaltisch des PokerStars.net Caribbean Adventure ist Geschichte und ein 23-Jähriger aus Darmstadt darf sich ab sofort (Dollar-)Millionär nennen! Benny psychobenny Spindler dominierte den Finaltisch über weite Strecken und hatte zwischenzeitlich einen massiven Chiplead inne, musste sich aber am Ende mit dem dritten Platz und "nur" $1.100.000 begnügen.


Kevin BeL0WaB0Ve Saul

Zu Beginn des Finaltisches war Team PokerStars Pro Alexandre Gomes mit 8.080.000 deutlicher Chipleader, Benny Spindler belegte mit 3.352.000 Rang drei im Chipcount. Als erster Spieler musste Kevin Saul den Finaltisch des PCA verlassen. Der Amerikaner hatte :Kx:Jx, pushte mit seinen letzten 1.200.000 Chips aus mittlerer Position und trat damit gegen die Queens des Kanadiers Poorya Nazari an, der vom Button aus callte. Auf dem Board erschien zwar ein Bube, doch das war für Saul natürlich zu wenig. Platz acht und $234.000 für Saul, der unter dem Nick BeL0WaB0Ve ein gefürchteter Online-Spieler ist.

Wenig später erwischte es Las Vegas-Pro Dan Heimiller, der auf dem siebten Platz ($300.000) landete. Der Amerikaner ging bei Blinds von 60.000/120.000, Ante 15.000 mit :5x:5x all-in und wurde sowohl von Tony Gregg (:9x:9x) , als auch von Poorya Nazari (:8x:8x) gecallt. Das Board: :Jx:Kx:Jx:6x:7x.

Exakt 30 Minuten später musste Dustin Dirksen den Finaltisch verlassen. Dirksen traf nach einer Bet, Raise und Reraise all-in von Benny Spindler mit :Ah:Kh auf :Tx:Tx des Deutschen und fand auf dem Board  :Qx:Qx:Jx:6x:3x keine Verbesserung. Dirksen musste sich mit einem Preisgeld in Höhe von $400.000 trösten.

Nun lief Spindler richtiggehend heiß und verdiente sich in der Folgezeit locker den Titel des "Coinflip-Champions". Denn nur wenig später fand er im Holländer Pieter Tielen sein nächstes Opfer. Der trat mit :Ax:Qx gegen Bennys :8x:8x an. Das Board :Tx:6x:7x:5x.Kx war enneut dem Deutschen gewogen. Platz fünf und immerhin $550.000 für den Holländer, der trotzdem groß feierte, denn er hatte sich online für gerade mal $33 auf PokerStars qualifiziert.


Full House gegen Quads: Alexandre Gomes

Es folgte die Hand des Tages (mindestens...) - und erneut war der junge Darmstädter involviert. Nach jeder Menge Preflop-Action sahen Benny Spindler und Team PokerStars Pro Alex Gomes einen denkwürdigen Flop mit :Jc:Jd:Jh. Gomes setzte 535.000, Spindler erhöhte auf 1.350.000! Turn: :5s. Nun setzte Benny 2.000.000, nach kurzer Bedenkzeit ging der Brasilianer all-in und zeigte :Ax:Ax zum Top Full House. Das sollte aber nicht reichen: Spindler drehte :Kc:Js zu den gefloppten Quads um! Nun hatte Spindler fast 18 Millionen in Chips und war damit bereits sicher Dollar-Millionär. Gomes belegte den vierten Platz für $750.000, genug für eine rauschende brasilianische Party im Atlantis Resort.

Das Spiel zu Dritt gestaltete sich ziemlich zäh, der Chiplead wechselte nun mehrfach hin und her. Bei Blinds von 150.000/300.000, Ante 30.000 schien das Heads-up endlich näher zu kommen, als Benny mit :Ax:Kx das All-in von Tony Gregg (:Ax:8x) callte. Doch das Board meinte es nicht gut mit dem Deutschen, sondern bescherte Gregg ein Full House.

Kurz darauf kam es zum Showdown für den Darmstädter: Benny Spindler, nun plötzlich Shortstack, setzte seine letzten Chips auf :Q:Jx, Poorya Nazari hielt jedoch :Ax:Jx. Das Board :Kx:3x:4x:Tx:Kx bescherte Benny zwar nach dem Turn noch einen Open Ended Straightdraw, doch der sollte sich am River nicht komplettieren. $1.100.000 für den jungen Deutschen - dennoch ein stolzer Cash!

Mit einem Chiplead von gut 2:1 für den Kanadier ging es in das Heads-up zwischen Nazari und Gregg. Bereits in der vierten Hand fiel die Entscheidung: Nazari hielt :Ac:Td, Gregg :Qd:7s. Hier das Board: :Ts:6c:5c:3s:9d. Der Sieg beim PCA 2009 und offiziell $3.000.000 für Poorya Nazari, Rang zwei und $1.700.000 für Tony Gregg.

Das Ergebnis vom Finaltisch:

1. Poorya Nazari  Kanada $3.000.000
2. Tony Gregg  USA  $1.700.000
3. Benny Spindler  Deutschland  $1.100.000
4. Alexandre Gomes  Brasilien  $750.000
5. Pieter Tielen  Holland  $550.000
6. Dustin Dirksen  USA  $400.000
7. Dan Heimiller  USA  $300.000
8. Kevin Saul  USA  $234.000