WSOP World Championship Heads-up: John Duthie im Finale

Es sollte der finale Tag der $10.000 World Championship Heads-up (Event #29) werden, doch daraus wurde am Ende nichts. Erst gegen Mitternacht waren die zwei Finalisten gefunden und da dieses alles entscheidende Duell im Modus „Best-of-Three" ausgetragen wird, verlegte die Turnierleitung das Finale kurzerhand auf Dienstag.

Dabei ging es am dritten Turniertag in den Viertel-Finals schwungvoll los. Gestartet wurde mit je 960.000 Chips und Nathan Doudney benötigte nicht einmal zwei Levels, um Bryan Pellegrino an die Rails zu schicken. Vor der entscheidenden Hand lag Doudney knapp in Führung, eröffnete den Pot mit einem Raise und nach einem Reraise von Pellegrino kam es zum All-in. Im Showdown zeigte Doudney :Ah:Qh, Pellegrino :Ac:Qc und das Board brachte :9c:5h:4h:Kh:Ad. Nathan Doudney stand somit im Halbfinale, Bryan Pellegrino verabschiedete sich mit $92.580 im Gepäck.


John Duthie

In Level vier (8.000/16.000) folgte der nächste Bust-out. John Duthie (Foto), Team-PokerStars-Pro und EPT-Gründer in Personalunion, kontrollierte sein Match gegen Steve O'Dwyer von Beginn an und machte letztlich den Sack zu. O'Dwyer hatte vom Button geraist, Duthie vom Big Blind gecallt und der Flop brachte :6s:Kd:5h. Duthie übernahm sofort die Initiative und feuerte 65.000 Chips ab. O'Dwyer ließ sich kurz Zeit, erhöhte dann aber auf 150.000 und nach einem kontrollierenden Blick in die Holecards callte Duthie. Der Turn brachte die :2s, Duthie checkte zu seinem Kontrahenten und der legte mit 425.000 fast alles nach, was er hatte. 26.000 Chips behielt er zurück, doch Duthie ging daraufhin ohne zu zögern all-in und es kam zum All-in-Call und zum Showdown. Duthie drehte :3c:4h für die Nutstraight um und O'Dwyer zeigte :8s:Ts zum Flushdraw, der sich aber nicht materialisierte.

Ebenfalls in Level vier musste sich Dustin Woolf Leo Wolpert geschlagen geben. Wolpert führte bereits mit 4:1 in Chips und war ebenso großer Favorit in der letzten Hand, als er mit :7h:7d gegen :6d:6c antrat. Der Flop mit :6s:Qh:5h schmeckte ihm zunächst zwar nicht, aber die :8d am Turn und die :4c am River gaben ihm letztlich die Straight und das Match.

Somit stand noch die Entscheidung zwischen Johnny Chan und Jamin Stokes aus und es sah lange Zeit danach aus, als ob Chan die Jagd auf sein elftes WSOP-Bracelet auch ins Halbfinale führen würde. Doch die Wende kam, als Stokes in Level sieben (15.000/30.000) mit seinen 495.000 und :As:3s gegen Chans :Ah:Js antrat und mit einer gefloppten :3c den Pot einstrich. 20 Minuten war Chan mit :Ah:9d all-in, Stokes drehte :Ac:Qh um, machte die Straight (:Kd:Jd:Jh:Td:2h) perfekt und das Match war gelaufen.

Somit kam es im Halbfinale zu folgenden Paarungen:

Nathan Doudney vs. John Duthie
Leo Wolpert vs. Jamin Stokes

Mit 1.920.000 Chips und Blinds in Höhe von 8.000/16.000 begannen die Partien und Duthie erspielte sich in den ersten vier Levels eine 3:1-Führung. Bei Blinds 20.000/40.000 (Level fünf) kam es dann zum entscheidenden All-in vor dem Flop. Duthie hielt Pocketqueens, Doudney :As:Jd und nachdem der Dealer :9d:4d:4s:6c:2h gelegt hatte, stand der Londoner als erster Finalist fest.

Zwischen Stokes (2.024.000) und Wolpert (1.816.000) war dagegen noch keine Entscheidung in Sicht. In Level sechs führte Wolpert nur knapp, Stokes raiste auf 100.000, wurde gecallt und der Flop zeigte :3h:6d:8h. Wolpert checkte, Stokes setzte 125.000, wurde auf 420.000 geraist und ging daraufhin all-in. Im Showdown zeigte er :Qh:9h und Wolpert :Ah:Jh. Der :Jc untermauerte die Führung von Woplert und nach der :8s am River war auch das zweite Halbfinale Geschichte.

Für Nathan Doudney und Jamin Stokes gab es damit jeweils $214.289 Preisgeld. John Duthie und Leo Wolpert dagegen kämpfen heute um den Weltmeistertitel im Heads-up und um $625.682 Siegprämie.

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