WSOP Event #32 - $2.000 NLHE: PokerStars Pro Angel Guillen gewinnt das Bracelet

Nur eine Woche, nachdem er in Event #13 Zweiter für $312.000 geworden war, toppte Angel Guillen dieses Ergebnis letzte Nacht sogar noch einmal und holte sich sein erstes Bracelet. Musste sich der PokerStars Pro aus Mexiko vor zehn Tagen beim $2.500 NLHE noch Kevin Stammen geschlagen geben, so setzte er sich dieses Mal im Heads-up gegen den Finnen Mika Paasonen durch. Er schaffte somit im No-Limit Hold'em, was James Van Alstyne bereits einen Tag zuvor beim H.O.R.S.E. gelungen war.


Angel Guillen

Insgesamt hatten 1.543 Spieler das Buy-in von $2.000 bezahlt und somit für einen Preispool von $3.068.000 gesorgt. Unter ihnen waren mit Daniel Drescher, Malte Strothmann, Florian Langmann, Frank Blümlein, Konstantin Bücherl, Matthias Neu, Jan von Halle und Daniel Zink auch viele sehr starke deutsche Spieler.

Tag 1 endete mit 220 Spielern und 171 Plätze wurden bezahlt. Der Schweizer Daniel Makowsky, der im Internet unter dem Namen amichaiKK schon einige Erfolge vorzuweisen hat, zeigte erneut eine hervorragende Leistung. Er beendete den Tag hinter Chipleader Shan Jing (137.400) mit 127.900 Chips auf Platz zwei. Mit Malte Strothmann, Alexander Stängle, Alexander Meidinger, Jan von Halle, Martin Kläser, Daniel Zink, Tim Kahlmeyer, Reinhard Nack und Matthias Willsch waren auch noch einige deutsche Spieler im Rennen.

Am zweiten Tag stand die Bubble an und es dauerte nicht lange, bis diese platzte. Malte Strothmann, Reinhard Nack, Alexander Stängle, Daniel Zink, Jan von Halle, Marius Anglen, Matthias Willsch und Tim Kahlmeyer erreichten allesamt die bezahlten Plätze, keiner von Ihnen jedoch das Ende von Tag 2.

Besser lief es da für Alex Meidinger und Daniel Makowsky, die den Sprung unter die letzten 19 Spieler schafften. In einer der letzten Hände von Tag 2 kam es zum direkten Duell zwischen den beiden. Der Deutsche pushte in später Position mit :Qs:Ts und der Schweizer callte mit Pocketkings. Der Flop brachte :7s:6s:6h und Alexander den Flushdraw, der sich dann auch prompt mit der :3s am Turn materialisierte. Daniel brauchte einen weiteren König oder eine Sechs, doch der River war die :Th. Alexander Meidinger nahm somit 335.000 Chips in den Finaltag, während Daniel Makowsky mit 177.000 von Anfang an unter Druck stand. Chipleader war der Kanadier Jason Boyes (976.000) vor dem Finnen Mika Paasonen (894.000).

Der Finaltag begann bei Blinds von 8.000/16.000 (Ante: 2.000). Als einer der Ersten musste Alex Meidinger seinen Stuhl räumen. Zunächst verdoppelte Chris MacNeil auf seine Kosten, bevor er seine letzten Chips mit :4s:5s vom Cut-off aus in die Mitte schob. Wieder kam der Call von MacNeil, der :Ac:Qs umdrehte. Das Board (:9h:2h:Tc:9h:Ah) brachte keine Hilfe und Alex musste sich mit Platz 17 und $19.012 zufriedengeben.

Bei Daniel Makowsky lief es dagegen wesentlich besser: Er schaffte es erneut an den Final Table, obwohl er als Schlusslicht in den Tag gegangen war.

Als Ersten erwischte es dort Clark Hamagami (9./$55.279), gefolgt von Antoine Amourette (8./$71.192) und Chris MacNeil (7./$71.192), der auf einem Board von :3d:Tc:2d:3s:Jh mit :Kh:Qd an :Ad:Qd von Mika Paasonen scheiterte.

Kurz darauf pushte Makowsky vom Button aus mit :3h:3c all-in und Steve Kohner callte im Big Blind mit :Ad:Kc. Die Doorcard war sofort der :Kd und Daniel blieben nur noch zwei Outs. Das Board brachte :9c:7d:Qh:7s und der Schweizer ging auf Platz 6 mit $86.548. Dennoch dürfte Daniel mit dem bisherigen Verlauf der World Series mehr als zufrieden sein, denn er konnte sich nach dem zweiten Platz beim $2.500 Pot-Limit Omaha bereits über seinen zweiten Final Table freuen.

Anschließend zog Eric Ladny mit :Js:Jd auf einem Board von :Kh:Ts:3c:2c:Qd gegen :Kc:Tc von Angel Guillen den Kürzeren. Nur wenig später scheiterte Steve Kohner ebenfalls mit Pocketjacks an Guillen, der dieses Mal :Ad:Kh hielt (Board: :Kc:9d:5d:9c:Qs).

Nach einem Raise von Jason Boyes auf 150.000 callte Mika Paasonen und die beiden sahen den Flop :8c:6d:9h. Jason machte einen Conti-Bet in Höhe von 200.000, woraufhin Mika auf 600.000 erhöhte. Nach kurzem Überlegen ging Boyes mit seinen restlichen 1.530.000 all-in und Passonen ging in den Tank. Nachdem er fast fünf Minuten nachgedacht hatte, entschied er sich schlussendlich zu einem Call. Und dies war eine sehr gute Entscheidung, denn er lag mit :Ac:8h in Führung gegenüber :Td:8s von Boyes. Der Turn war die :9s und der River das :Ah und somit musste Jason Boyes seinen Stuhl auf Platz drei für $214.974 räumen.

Zu Beginn des Heads-ups lagen die beiden Kontrahenten mit 4.900.000 von Paasonen zu 4.300.000 von Guillen fast gleichauf und es sollte ein harter Kampf werden. Letztendlich saßen sich die beiden über fünf Stunden gegenüber. Guillen übernahm von Anfang an die Kontrolle, doch Paasonen war nicht abzuschütteln. Der Team-PokerStars-Mexico-Pro ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und baute seine Führung immer weiter aus, bis er Paasonen mit :Ad:Qh gegen dessen :Ac:5s all-in hatte. Jedoch tauchte am Turn eine Fünf auf und Paasonen konnte auf 3.360.000 zu 5.740.000 verkürzen.

Wenig später verlor er aber einen Großteil seiner Chips, als er in die Asse von Guillen lief. Man fragte sich schon, wie lange das Ganze noch dauern sollte, bis der Flop :3c:4c:Ks brachte und Paasonen mit :Kd:Td all-in ging. Instacall von Angel, der :3s:3h zum Set umdrehte. Am Turn (:Ad) war Mika bereits drawing-dead und musste sich mit Platz zwei und immerhin $326.203 begnügen. Eine unglaubliche Leistung von Guillen, der es innerhalb von nur zehn Tagen zweimal ins Heads-up eines Turnieres mit mehr als 1.500 Spielern schaffte. Er wurde dafür mit seinem ersten Bracelet und $530.548 belohnt.  

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