Mit viel Tamtam starteten am Sonntag insgesamt 20 WSOP Main Event Champions in das erstmals im Rahmen der World Series of Poker ausgetragene „Champions Invitational“. Bei diesem Showevent ging es weder um ein Bracelet noch um Preisgelder, allerdings durfte sich der Sieger Tom McEvoy vom Team-PokerStars-Pro über eine komplett restaurierte rote Corvette Stingray (Baujahr 1970) sowie den Wanderpokal Binion Cup freuen.

Champion der Champions: Tom McEvoy
An den Finaltisch, der in der vergangenen Nacht ausgespielt wurde, schaffte es letztlich zehn Spieler, die wie folgt mit Chips ausgestattet waren:
Sitz 1: Berry Johnston – 7.625 (Champion 1986)
Sitz 2: Carlos Mortensen – 42.375 (2001)
Sitz 3: Peter Eastgate – 18.425 (2008)
Sitz 4: Robert Varkonyi – 13.450 (2002)
Sitz 5: Tom McEvoy – 31.000 (1983)
Sitz 6: Huck Seed – 15.400 (1996)
Sitz 7: Dan Harrington – 19.975 (1995)
Sitz 8: Phil Hellmuth – 1.125 (1989)
Sitz 9: Jim Bechtel – 30.475 (1993)
Sitz 10: Doyle Brunson – 20.250 (1976, 1977)

Die Finalisten
Phil Hellmuth musste sich dann auch gleich in der ersten Hand verabschieden. Carlos Mortensen hatte auf 1.200 erhöht und Hellmuth, der im Big Blind (400 Chips) saß, callte mit seinen restlichen 675. Für den elffachen Bracelet-Inhaber war es sogar ein Coinflip, denn er trat mit :Ts:5s gegen 2d:2h des Spaniers an. Aber der Dealer spielte nicht mit und legte :4h:Qd:Jc:Ad:8d in die Mitte.
Danach rannte Team-PokerStars-Pro Peter Eastgate, der mit :8s:7s nach einem Raise von Dan Harrington pushte, in die Asse des Altmeisters. Platz acht ging an Doyle Brunson, dessen Flushdraw sich gegen die Pocketjacks von Tom McEvoy nicht materialisierte. Mortensen eliminierte dann auch noch Berry Johnston und Huck Seed, aber für mehr als Rang fünf reichte es nicht. Der Flop zeigte :As:3d:4h, als die Chips gegen Jim Bechtel in die Mitte gingen. Im Showdown zeigte Mortensen :Ah:Qc, Bechtel :3c:3s und nach der :9d am Turn war bereits alles gelaufen. Die :Qh am River komplettierte das Board.
In Level neun (500/1.000, Ante: 100) musste dann auch Bechtel den Dienst quittieren. Robert Varkonyi hatte den Pot mit 3.000 eröffnet, McEvoy erhöhte auf 9.000 und Bechtel machte daraus 29.000. McEvoy überlegte kurz, ging all-in und Bechtel zahlte für sein Turnierleben. McEvoy drehte :As:Kh um und benötigte Hilfe gegen die Kings seines Gegners. Gleich im Flop (:Ah:7c:Td) tauchte die Wunschkarte auf, Turn (:5c) und River (:Th) änderten nichts und es folgte ein spannender Dreikampf zwischen Tom McEvoy (87.600), Dan Harrington (68.400) und Robert Varkonyi (44.000).
Es dauerte zwei weitere Levels, ehe für Harrington das Ende erreicht war. Nach einem Reraise auf 16.000, hatte Action Dan seinen halben Stack in die Mitte gebracht, McEvoy callte und nachdem der Flop mit :As:Qc:4s gedealt war, ging alles ganz schnell. McEvoy checkte zu Harrington, der all-in pushte, und callte mit :Kd:Qd, was gegen :9c:9h ausreichte.








