Tag 3 der PokerStars.net Latin American Poker Tour in Uruguay und mit Karl Hevroy führte ein Norweger Chipwertung an. Der 20-Jährige war auch der letzte Europäer am „amerikanisch-dominiertem“ (zweimal Nord- und sechsmal Südamerika) Final Table. Über $800.000 an Preisgelder gab es noch zu holen, wobei der Löwenanteil von über $280.000 für den Sieger bereitgehalten wurde.
Die Chips verteilten sich zu Beginn des Finales wie folgt:
Sitz 1: Andre Ventura (Brasilien), 103.000
Sitz 2: Oliver Rowe (Kanada), 412.000
Sitz 3: Bolivar Palacios (Panama), 167.000
Sitz 4: Waldemar Cago (Brasilien), 263.000
Sitz 5: Karl Hevroy (Norwegen), 1.079.000
Sitz 6: Magno Aragao (Brasilien), 153.000
Sitz 7: Angel Guillen (Mexiko), 572.000
Sitz 8: Alejandro De Arruaballena (Argentinien), 397.000
Sitz 9: Ron Wasiel (USA), 134.000

Der Brasilianer Andre Ventura hatte an Tag 2 ein unglaubliches Comeback als Shorty geschafft und sich so noch bis ins Finale gerettet. Gleich zu Beginn des Finales schien es so, als ob der 28-Jährige erneut für eine kleine Überraschung sorgen würde. Angel Guillén (:Ax:7x) eröffnete mit einem Raise und Ventura pushte mit Damen und konnte so gleich in der ersten Hand aufdoppeln.
Dennoch kam dann das Ende auf dem 9. Platz. Andre Ventura eröffnete und wurde von Oliver Rowe all-in gesetzt. Der Brasilianer callte, zeigte Buben (:Jh:Jx) und musste das Board treffen, denn sein Gegner hielt Damen. Die Railbirds feuerten den Dealer mit „Jota! Jota! Jota!“ an, damit ein rettender Bube das Board zieren würde. Nachdem auf dem Turn vier :Xh lagen wechselte der Chor in „corazon“ um, doch der River brachte auch nicht den rettenden Flush. Somit wurde der erste Platz geräumt und Andre Ventura durfte $21.000 in Empfang nehmen.
Ron Wasiel
Auf Platz acht erwischte es Magno Aragão ($26.640), der short-stacked noch vor dem Flop reinstellte und zwei Caller bekam. Eine Bet von Oliver Rowe lies dann Karl Hevroy auf dem Flop (:Tx:7x:5x) aussteigen und da kein Spieler mehr aktiv war, wurden die Karten aufgedeckt. Aragão zeiget Damen und war damit weit vor Rowe, der :Jx:Tx umdrehte. Rowe sollte allerdings Glück haben und zog sich eine Runner-Runner Straight auf Turn und River.
Auch Platz sieben wurde durch, beziehungsweise mit, Damen entschieden. Bolivar Palacios hielt Pocketqueens und brachte seinen Stack gegen Alejandro De Arruaballena und :Ax:Kx in die Mitte. Das Board zeigte am Ende einen König und verwies damit Palacios an die Rails. Der Online-Pro aus Panama war vor wenigen Tagen am Final Table des LAPT-Mexiko-Events und belegte dort ebenfalls Platz sieben. Dieses mal gab es jedoch mit $37.740 um einiges mehr.
Oliver Rowe nahm dann noch den 64-jährigen Waldemar Cogo (Platz sechs/$48.840) vom Tisch, nur um wenig später selbst an die Rails geschickt zu werden. Dabei hatte der Kanadier eine ordentliche Portion Pech. Auf dem Flop (:Jx:9x:3x) schaukelten er und Hevroy sich gegenseitig zum All-in. Rowe hielt Bottom-Set (:3x:3x) und Hevroy (:Kx:Qx) musste treffen … was er auf dem River (:Tx) auch tat. Der Kanadier Rowe belegte somit Platz fünf und durfte $59.960 mit in den hohen Norden nehmen.
Karl Hevroy
Karl Hevroy legte nun so richtig los und war nicht mehr aufzuhalten. Zuerst schickte er Shorty Ron Wasiel (4./$82.160) an die Rails und kümmerte sich dann um Angel Guillen. Der Mexikaner stellte mit dem vermeintlich besseren As (:Ax:Jx) rein, wurde aber auch in Hevroys (:Ax:Tx) Luckbox gesteckt und ging mit $99.120 nach Hause.
In das Heads-up ging dann der norwegische Jungspund mit einem satten 6-1 Lead. Sein Gegner, der Argentinier Alejandro de Arruaballena hielt nicht lange stand. Direkt in der ersten Hand wurde das Turnier beendet. Arruaballena (:Qd:Js) füllte im Small Blind auf und Hevroy (:9h:8h) checkte. Der Flop (:9c:9d:8s) brachte dem Norweger ein Monster und so spielte Hevroy check-call. Der Turn (:4h) besiegelte das Schicksal. Erneut checkte Hevroy und Arruaballena feuerte eine weitere Bet ab, die Hevroy mit einem Push konterte. Alejandro De Arruaballena callte, war drawing-dead und beendete so das Turnier als Runner-up ($155.420).

Arruabarrena gegen Hevroy
Der Sieg sowie $283.500 gingen an Karl Hevroy, der sich recht kurzfristig für den LAPT-Event entschieden hatte. Beim EPT-Stopp in Kopenhagen hatte er ein paar Pokerspieler aus Peru kennengelernt und als sich dann noch ein Freund für Uruguay qualifiziert hatte, buchte der 20-Jährige sein Ticket. Offensichtlich hat es sich mehr als gelohnt.
Hier die Pay-outs:
| Platz | Name | Land | Preisgeld |
| 1 | Karl Hevroy | Norwegen | $283.500 |
| 2 | Alejandro De Arruabarrena | Argentinien | $155.420 |
| 3 | Angel Guillen | Mexiko | $99.120 |
| 4 | Ron Wasiel | USA | $82.160 |
| 5 | Oliver Rowe | Kanada | $59.960 |
| 6 | Waldemar Cogo | Brasilien | $48.840 |
| 7 | Bolivar Palacios | Panama | $37.740 |
| 8 | Magno Aragao | Brasilien | $26.640 |
| 9 | Andre Ventura | Brasilien | $21.000 |
| 10 | Rommer Prado | Uruguay | $18.320 |
| 11 | Alejandro Bonanata | Uruguay | $18.320 |
| 12 | Octavio Bernardini | Brasilien | $18.320 |
| 13 | Mario Salvagno | Uruguay | $15.540 |
| 14 | Lisandro Gallo | Venezuela | $15.540 |
| 15 | Oscar Hilarro Quijada | Venezuela | $15.540 |
| 16 | Felipe Ivar | Brasilien | $12.760 |
| 17 | Adolfo Vaeza | Uruguay | $12.760 |
| 18 | Simon Castro | Schweden | $11.380 |
| 19 | Hernan Reyes | Venezuela | $11.380 |
| 20 | Walter Arakaki | Brasilien | $10.000 |
| 21 | Ricardo Neto | Brasilien | $10.000 |
| 22 | Tiago Boita | Brasilien | $10.000 |
| 23 | Vialaret Ezequiel | Argentinien | $10.000 |
| 24 | Gabriel Loyo | Argentinien | $10.000 |
| 25 | Cesar Sanguinetti | Uruguay | $10.000 |
| 26 | Alberto Font | Spanien | $9.074 |
| 27 | Helio Chreem | Brasilien | $9.073 |
| 28 | Geoff Swan | UK | $9.073 |
| 29 | Ibuki Fukui | USA | $7.220 |
| 30 | Mauricio Zeman | Chile | $7.220 |
| 31 | Edson Esquio | Brasilien | $7.220 |
| 32 | Alex Fitzgerald | USA | $7.220 |
| 33 | Jose Rosenkrantz | Costa Rica | $7.220 |
| 34 | Rodrigo Acerbi Lasmar | Brasilien | $7.220 |
| 35 | Sidney Bertocci | Brasilien | $7.220 |
| 36 | Clemenceau Merheb Calixto | Brasilien | $7.220 |








