APPT Seoul: Bubble geplatzt, Kang vorn

83 von ursprünglich 165 Startern bei der PokerStars.net Asia Pacific Poker Tour Seoul (Buy-in: $2.850) hatten es in den zweiten Tag geschafft. Das Turnier wurde heute mit acht Spielern pro Tisch in Level 7 (Blinds: 300/600, Ante: 75) fortgesetzt. Hier auszugsweise das Leaderboard vor dem Turniertag:

 
NameLandChips
Jan Van DykOman51.375
David SaabAustralien47.850
Hidenari ShionoJapan47.175
Justin JungKorea44.500
Tim DavisKorea42.875
Michael SongUSA39.500
Samad RazaviGroßbritannien36.100
Larry PashakKanada36.025
Hori KatsiyoshiJapan33.475
Shunchi OgiwaraJapan29.425
Rene Richard SalazarPhilippinen28.725
Osawa MasahiroJapan28.225
Patrick CarronUSA27.025
Nicola LackovicAustralien25.300
Allan DrakeKanada24.850
Brian KangKanada24.500
Robert ActonKanada24.150
Sam FaqiryarKanada23.900
Paul KimUSA23.500
Lance Lee YuenTaiwan23.450
Yuji MasakiJapan23.275
Wooka KimJapan23.075
Randy PropsonUSA22.800
Alec MilamUSA21.450
Joseph MorrowUSA21.350
Michael BangSüdkorea21.225
Raymond WuTaiwan20.800
Kwok Gi YeungHongkong20.750
Fam Kai YatSingapur20.725
Shinhan Sid KimSüdkorea20.400
Ronald KluberUSA20.050
Chanon PhucharoenyosThailand19.975
Diwei HuangSingapur19.550
Edward SabatUSA19.550
James SuenSingapur19.500
Van MarcusAustralien19.150
David HorvathUngarn18.700
Tony KinderAustralien18.650
Bernard LimMalaysia18.100
Aaron TearneChina17.800
Ofer AssabiSüdafrika17.800
David LeeUSA16.550
Tadashi YachidaJapan16.450
Daniel SchreiberUSA16.450
Kenichi TakarabeJapan16.350
Takashi ShionoJapan15.900
Chris Iat Seng WaMacau15.900
Eivind LeknesNorwegen15.200
Neelesh ChudasamaEngland14.875
Celina LinAustralien14.850
Eric Wai YeungUSA14.800
Robert VujevicDeutschland14.675
Yu KuritaJapan14.625
Bertrand GrospellierFrankreich14.550
Jimmy ChaKorea14.075
Lily BuiAustralien13.925
Daniel WilliamsKanada13.825
Christian WolfDeutschland13.625
 

Team-PokerStars-Pro Bertrand Elky Grospellier war heute einer der ersten Spieler, die an die Rails geschickt wurden - und dies äußerst unglücklich: 

Der Franzose, der wegen seiner StarCraft-Erfolge in Südkorea eine Art Superstar ist, sah sich im Small Blind gemeinsam mit Nick Lackovic (Big Blind) und Osawa Masahiro einen Flop mit :Ac:7c:7s an. ElkY checkte, der Australier bettete 2.000 und der Japaner raiste sofort auf 8.000. Grospellier überlegte kurz und ging dann mit seinen letzten knapp 16.000 Chips all-in. Mashiro callte sofort und drehte :Kd:7d um. ElyK hielt mit :Qd:7h nur eine marginal schlechtere Hand. Turn :3d und River :6c brachten keine wundersame Wendung und der ehemalige Chipleader war gebustet.

Der aktuelle Chipleader Jan van Dyk hingegen hatte einen unglaublichen Lauf: Der Mann aus dem Oman stackte zusehends auf und war bereits in Level 8 (Blinds: 400/800, Ante: 100) der erste Teilnehmer, der die 100.000er-Grenze knackte. Was ihn derart selbstbewusst machte, dass er mitten im Turnier aufstand, um mit ein paar Freunden im Roulette-Bereich des Casinos eine ausgedehnte Zigarettenpause einzulegen. Dies wurde nach seiner Rückkehr an den Tisch umgehend bestraft, als van Dyk mit :Ks:Qh das All-in eines Gegners callte. Der hielt :8d:8s, das Board brachte ausschließlich Blanks und van Dyk war zurück bei "menschlichen" 84.000.

Christian Wolf, einer der beiden verbliebenen Deutschen im Feld, der vergleichsweise shortstacked in den Tag gestartet war, wurde zwischenzeitlich mit einer nicht dokumentierten Hand eliminiert, während sich sein Landsmann Robert Vujevic zunächst tapfer im Rennen hielt.

Glücklos war Eddie Sabbat, der kürzlich die APPT Macau gewonnen hatte. Er verblies seine letzten Chips mit :8h:9h auf einem Flop mit :Jh:6h:Tx. Sein Kontrahent Sam Faqiryar hielt mit :Ax:Jx Top Pair. Auf Turn und River kam kein Herz, was für den Macau-Champion das Aus bedeutete.

In Level 11 (Blinds: 800/1.600, Ante: 200) war es dann um Jan van Dyk geschehen, als er vom Cut-off aus mit :Ad:6d all-in ging und mit Hori Katsiyoshi einen dankbaren Abnehmer fand. Der Japaner ging mit :As:Ks vom Button aus over-the-top all-in und fand am Turn einen König. Van Dyks Schicksal darf als Beweis gelten, wie schnell man vom "Chippie" zum Zuschauer werden kann ...

 
 

Brian Kang

Der letzte deutsche "Mohikaner", Robert Vujevic, hatte es immerhin unter die letzten 24 geschafft, musste dann aber seine Hoffnungen ebenfalls rasch begraben. Derweil schlug die Stunde von Brian Kang (Foto). Der Kanadier (soviel wir wissen, allenfalls über vier Ecken mit unserem Benjamin Kang verwandt) holte sich den Chiplead von David Saab, als er mit :2c:2h gegen Saabs :4s:7s antrat und auf einen Flop mit :Jh:7d:2d nach einer Raise/Reraise-Schlacht all-in ging. Turn und River brachten zwei Asse und der Kanadier fand sich nach dieser Hand einsam an der Spitze wieder.

Saab wurde kurz darauf auch noch Bubbleboy, als er vergeblich einen Herz-Flush anvisierte und letztlich gegen Kangs Paar Dreier verlor. Danach wurder die Turnieruhr gestoppt, die 16 verbliebenen Spieler treffen sich morgen zum finalen Showdown an den Tischen.

Hier der Überblick vor dem Finaltag:
 
NameTischPlatz Land Chips
Brian Kang148Kanada302.000 
Yoshihiro Tasaka156Japan245.000 
Sam Faqiryar153Kanada242.400 
Hidenari Shiono154Japan154.700 
Diwei Huang145Singapur131.300
Daniel Schreiber142USA125.700
David Horvath141Ungarn 92.500
Wooka Kim151Japan44.900 
Fam Kai Yat155Singapur41.200 
Yuji Masaki152Japan39.000 
Michiyuki Kondo158Japan37.100 
Daniel Williams143Kanada35.500
Hori Katsiyoshi146Japan23.800 
Kwok Gi(Ken) Yeung144Hongkong21.800 
Robert Campitiello147USA20.900
Terry Gardiner157Australien16.100